⚽Spielinformation
8. Spieltag📋Spielverlauf
41'
Lewis Holtby
Holstein Kiel
41'
Lewis Holtby
Holstein Kiel
48'
1:0
Budu Zivzivadze
Karlsruher SC
48'
1:0
Budu Zivzivadze
Karlsruher SC
49'
1:1
Benedikt Pichler
Holstein Kiel
49'
1:1
Benedikt Pichler
Holstein Kiel
58'
2:1
Leon Jensen
Karlsruher SC
58'
2:1
Leon Jensen
Karlsruher SC
79'
3:1
Fabian Schleusener
Karlsruher SC
79'
3:1
Fabian Schleusener
Karlsruher SC
Abgesessene Spielersperren
Folgende Spieler haben in diesem Spiel ihre Sperre abgesessen:
Karlsruher SC
M. Franke
Rot
Holstein Kiel
Alle Spieler waren spielberechtigt.
📰Spielberichte & Kommentare
16.11.2024 23:57 Uhr
Der Karlsruher SC hat in dieser Saison bislang eine beachtliche Serie hingelegt und befindet sich voll im Aufstiegsrennen. Auf der anderen Seite befindet sich Holstein Kiel, das ergebnistechnisch ebenfalls gut in die Saison gestartet ist, aktuell in einer klaren Abwärtsspirale.
Die Frage vor der Partie war also, welcher Trend sich fortsetzen würde.
Ich muss sagen, dass ich mich mit der Einordnung dieser Partie bzw. dem Ergebnis, das sie letztlich gefunden hat, schwer tue.
Wir haben zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen.
Zwar hatten die Gäste aus Schleswig-Holstein die klare Spielkontrolle, taten sich aber im ersten Durchgang schwer, aus der Feldüberlegenheit Abschlüsse zu generieren. Die Bewegungsabläufe abseits des Balles waren insbesondere im letzten Drittel nicht gut, folglich fehlten die zündenden Ideen.
Auf der anderen Seite hatte der KSC kaum Spielanteile, kam aber im ersten Durchgang in zwei sehr nachlässig verteidigten Szenen zu guten Torchancen. Zweimal war Timon Weiner zur Stelle.
So geht es nach 45 Minuten torlos in die Kabinen, dazu folgende Zahlen: 33% - 67% Ballbesitz bei 11 Sek zu 7 Sek Ballrückeroberungszeit, 57 - 114 Pässe bei 74% - 89% Passgenauigkeit und 3:1 Schüsse bei 0,5 zu 0,3 xGoals.
Die Spielkontrolle lag absolut bei Holstein Kiel, aber man war noch zwingend - das änderte sich nach dem Seitenwechsel.
Das erste Highlight geht aber an die Gastgeber. Eine Standardsituation von der Eckfahne beschwert dem KSC die Führung.
Unmittelbar im Gegenzug stellt Pichler den Ausgleich her. Obwohl die Kieler keineswegs den direkten Weg vom Mittelkreis zum gegnerischen Tor suchten, sondern sich über schnelles Kombinationsspiel auf der Außenbahn in den Strafraum verarbeiteten, lagen gerade einmal knapp 60 Sekunden zwischen beiden Treffern.
Auf dem Spielfeld setzte sich danach das Bild aus der ersten Halbzeit fort. Holstein Kiel verbuchte die klare Feldüberlegenheit und zeigte gute fußballerische Ansätze, nun auch endlich mit Lösungen im letzten Spieldrittel.
Nach 55 Minuten haben die Gäste eine unglaubliche Dreifach-Chance: Zweimal pariert Schlussmann Weiß stark, im dritten Versuch ist er geschlagen, doch ein Verteidiger rettet den Ball auf der Torlinie.
Im direkten Gegenzug dieser Sequenz stellt Jensen die erneute Führung für die Gastgeber her.
Vorausgegangen war ein extrem schwaches Defensivverhalten in der Viererkette - ein Problem, das sich heute immer wieder zeigte. Spielerisch hatte der KSC meines Erachtens sehr wenig anzubieten, aber die individuellen Defensivaktionen wurden von den Störchen heute immer wieder mit brutaler Unsicherheit bestritten. Und auch in dem Wort "individuell" liegt ja bereits der Hund begraben, denn viel zu selten haben die Gäste in der zweiten Hälfte gemeinschaftlich verteidigt.
So schloss sich an das 2:1 eine Phase an, in der Karsruhe in kurzer Zeit zu mehreren guten Abschlussgelegenheiten kam, ausnahmslos viel zu simpel.
Schließlich konnte Kiel das Momentum wieder herumreißen, vergab aber zu viele Chancen auf den Ausgleich, stattdessen trifft Schleusener zu Beginn der Schlussphase zum 3:1-Endstand.
Die Statistik nach Schlusspfiff:
KARLSRUHE - KIEL
Ballbesitz: 35% - 65%
Ballrückeroberungszeit: 12 s - 6 s
Schüsse: 11 - 10
Schüsse aufs Tor: 9 - 6
xGoals: 2,1 - 3,0
Pässe: 105 - 214
Passgenauigkeit: 75% - 87%
Zweikämpfe: 14 - 21
davon gewonnene: 6 - 4
Fouls: 1 - 2
Abgefangene Bälle: 20 - 21
Abseitsstellungen: 0 - 0
Ecken: 4 - 0
Im Resümee möchte ich zwischen zwei Variablen unterscheiden. In Anbetracht der reinen Abschlusszahlen kann man dem KSC nicht absprechen, dass er sich mindestens Mal ein Remis, vielleicht sogar den Heimsieg verdient hat. Zumal man den xGoals-Wert von Holstein Kiel vermutlich noch etwas relativieren muss, weil ungefähr die Hälfte davon mutmaßlich auf die angesprochene "Dreifach-Chance" zurückgeht.
Gleichzeitig betrachte ich aber auch den spielerischen Ansatz beider Teams. In dieser Hinsicht habe ich die Kieler heute auf einem anderen Level als den KSC gesehen. Natürlich bringt das alles nichts, wenn man defensiv ständig Zweikampfverhalten anbietet, das nicht mal der Kreisliga würdig ist.
Nichtsdestotrotz fühlt sich das 1:3 aus Sicht Holstein Kiels fußballerisch nicht leistungsgerecht an und man begibt sich mit viel Frust im Gepäck auf die Heimreise.
Herzlichen Glückwunsch zum Heimsieg und viel Erfolg weiterhin!
Die Frage vor der Partie war also, welcher Trend sich fortsetzen würde.
Ich muss sagen, dass ich mich mit der Einordnung dieser Partie bzw. dem Ergebnis, das sie letztlich gefunden hat, schwer tue.
Wir haben zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen.
Zwar hatten die Gäste aus Schleswig-Holstein die klare Spielkontrolle, taten sich aber im ersten Durchgang schwer, aus der Feldüberlegenheit Abschlüsse zu generieren. Die Bewegungsabläufe abseits des Balles waren insbesondere im letzten Drittel nicht gut, folglich fehlten die zündenden Ideen.
Auf der anderen Seite hatte der KSC kaum Spielanteile, kam aber im ersten Durchgang in zwei sehr nachlässig verteidigten Szenen zu guten Torchancen. Zweimal war Timon Weiner zur Stelle.
So geht es nach 45 Minuten torlos in die Kabinen, dazu folgende Zahlen: 33% - 67% Ballbesitz bei 11 Sek zu 7 Sek Ballrückeroberungszeit, 57 - 114 Pässe bei 74% - 89% Passgenauigkeit und 3:1 Schüsse bei 0,5 zu 0,3 xGoals.
Die Spielkontrolle lag absolut bei Holstein Kiel, aber man war noch zwingend - das änderte sich nach dem Seitenwechsel.
Das erste Highlight geht aber an die Gastgeber. Eine Standardsituation von der Eckfahne beschwert dem KSC die Führung.
Unmittelbar im Gegenzug stellt Pichler den Ausgleich her. Obwohl die Kieler keineswegs den direkten Weg vom Mittelkreis zum gegnerischen Tor suchten, sondern sich über schnelles Kombinationsspiel auf der Außenbahn in den Strafraum verarbeiteten, lagen gerade einmal knapp 60 Sekunden zwischen beiden Treffern.
Auf dem Spielfeld setzte sich danach das Bild aus der ersten Halbzeit fort. Holstein Kiel verbuchte die klare Feldüberlegenheit und zeigte gute fußballerische Ansätze, nun auch endlich mit Lösungen im letzten Spieldrittel.
Nach 55 Minuten haben die Gäste eine unglaubliche Dreifach-Chance: Zweimal pariert Schlussmann Weiß stark, im dritten Versuch ist er geschlagen, doch ein Verteidiger rettet den Ball auf der Torlinie.
Im direkten Gegenzug dieser Sequenz stellt Jensen die erneute Führung für die Gastgeber her.
Vorausgegangen war ein extrem schwaches Defensivverhalten in der Viererkette - ein Problem, das sich heute immer wieder zeigte. Spielerisch hatte der KSC meines Erachtens sehr wenig anzubieten, aber die individuellen Defensivaktionen wurden von den Störchen heute immer wieder mit brutaler Unsicherheit bestritten. Und auch in dem Wort "individuell" liegt ja bereits der Hund begraben, denn viel zu selten haben die Gäste in der zweiten Hälfte gemeinschaftlich verteidigt.
So schloss sich an das 2:1 eine Phase an, in der Karsruhe in kurzer Zeit zu mehreren guten Abschlussgelegenheiten kam, ausnahmslos viel zu simpel.
Schließlich konnte Kiel das Momentum wieder herumreißen, vergab aber zu viele Chancen auf den Ausgleich, stattdessen trifft Schleusener zu Beginn der Schlussphase zum 3:1-Endstand.
Die Statistik nach Schlusspfiff:
KARLSRUHE - KIEL
Ballbesitz: 35% - 65%
Ballrückeroberungszeit: 12 s - 6 s
Schüsse: 11 - 10
Schüsse aufs Tor: 9 - 6
xGoals: 2,1 - 3,0
Pässe: 105 - 214
Passgenauigkeit: 75% - 87%
Zweikämpfe: 14 - 21
davon gewonnene: 6 - 4
Fouls: 1 - 2
Abgefangene Bälle: 20 - 21
Abseitsstellungen: 0 - 0
Ecken: 4 - 0
Im Resümee möchte ich zwischen zwei Variablen unterscheiden. In Anbetracht der reinen Abschlusszahlen kann man dem KSC nicht absprechen, dass er sich mindestens Mal ein Remis, vielleicht sogar den Heimsieg verdient hat. Zumal man den xGoals-Wert von Holstein Kiel vermutlich noch etwas relativieren muss, weil ungefähr die Hälfte davon mutmaßlich auf die angesprochene "Dreifach-Chance" zurückgeht.
Gleichzeitig betrachte ich aber auch den spielerischen Ansatz beider Teams. In dieser Hinsicht habe ich die Kieler heute auf einem anderen Level als den KSC gesehen. Natürlich bringt das alles nichts, wenn man defensiv ständig Zweikampfverhalten anbietet, das nicht mal der Kreisliga würdig ist.
Nichtsdestotrotz fühlt sich das 1:3 aus Sicht Holstein Kiels fußballerisch nicht leistungsgerecht an und man begibt sich mit viel Frust im Gepäck auf die Heimreise.
Herzlichen Glückwunsch zum Heimsieg und viel Erfolg weiterhin!
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