Spielinformation

29. Spieltag
📋Spielverlauf
37'
1:0
Yorbe Vertessen
1. FC Union Berlin
37'
1:0
Yorbe Vertessen
1. FC Union Berlin
41'
1:1
Benedikt Pichler
Holstein Kiel
41'
1:1
Benedikt Pichler
Holstein Kiel
48'
2:1
Tim Skarke
1. FC Union Berlin
48'
2:1
Tim Skarke
1. FC Union Berlin
54'
2:2
Finn Porath
Holstein Kiel
54'
2:2
Finn Porath
Holstein Kiel
68'
2:3
Benedikt Pichler
Holstein Kiel
68'
2:3
Benedikt Pichler
Holstein Kiel
76'
3:3
Yorbe Vertessen
1. FC Union Berlin
76'
3:3
Yorbe Vertessen
1. FC Union Berlin
83'
4:3
Woo Yeong Jeong
1. FC Union Berlin
83'
4:3
Woo Yeong Jeong
1. FC Union Berlin
Abgesessene Spielersperren
Folgende Spieler haben in diesem Spiel ihre Sperre abgesessen:
1. FC Union Berlin
R. Skov Gelb-Rot
Holstein Kiel
L. Holtby 3x Gelb
📰Spielberichte & Kommentare
24.11.2024 19:32 Uhr
So viel zum Thema "Ich bin gespannt, was das Saisonfinale noch bereithält". 

Holstein Kiel verliert in einem Spiel mit mehreren Wendungen an der Alten Försterei und weiß am Ende gar nicht, wie das eigentlich passiert ist. 

Die Gäste traten von Beginn an sehr dominant auf. In der Frühphase stand die Viererkette einmal etwas luftig und bot den Eisernen eine Möglichkeit an, Komenda kann den Abschluss gerade noch rechtzeitig abblocken. Danach übernahm Holstein Kiel die volle Kontrolle und legte sich den Gegner zurecht. Die Defensive der Gastgeber stand grundsätzlich gut geordnet und zunächst fanden die Störche nur selten die Lücken, doch sie blieben geduldig und schließlich erspielten sie sich auch Hochkaräter, doch ein Treffer wollte nicht gelingen. 

Rönnow war mehrmals mit Paraden auf dem Posten und als er es nicht war, rettete das Aluminium - Porath traf nur den Pfosten. 



Die Berliner kamen überhaupt nicht ins Umschaltspiel, das Gegenpressing der KSV funktionierte sehr gut. 

Die einzige Ausnahme in der 37. Minute: Einmal zu wenig Zugriff im Mittelfeld, dann legt ein vertikaler Pass die Abwehr offen und obendrein zeigt Timon Weiner ein miserables Stellungsspiel, steht irgendwo im Nirgendwo herum. So hat Vertessen eine leichte Aufgabe und schießt den Ball ins unbewachte Tor. 

Pichler findet zum Glück eine schnelle Antwort auf diesen Rückschlag und egalisiert den Spielstand. Remis zur Pause - auch deshalb, weil Skrzybski in der 44. Minute noch eine Riesenchance vergibt, indem er den Ball aus fünf Metern zentral vor dem Kasten irgendwie tatsächlich noch am Pfosten vorbeischießt.

Nach 45 Minuten ein paar Zahlen: 34% - 66% Ballbesitz, 13 sek- 6 sek Ballrückeroberungszeit, 50 - 112 Pässe bei 76% - 90% Passgenauigkeit und 3:7 Schüsse bei 1,1 zu 3,0 xGoals. 



Das Resultat mutete zur Pause aus Sicht der Hausherren bereits schmeichelhaft an und Kiel wollte nach dem Pausentee unbedingt die eigene Führung erzwingen. 

Stattdessen folgte unmittelbar die kalte Dusche. Komenda verweigert gegen Skarke schlicht den Zweikampf, der einfach unbehelligt in den Strafraum eindringen darf und Weiner keine Chance lässt. 

Glücklicherweise lässt eine Antwort der Gäste auch dieses Mal nicht lange auf sich warten und Porath besorgt den erneuten Ausgleich.

Die Gäste konnten zwar die erdrückende Dominanz der ersten Halbzeit nach dem Seitenwechsel nicht mehr aufrechterhalten, dennoch blieben sie das klar spielbestimmende Team. Nach knapp 70 absolvierten Minuten war es dann endlich so weit, in Folge eines wirklich sehenswert vorgetragenen Angriffs besorgt Pichler endlich die erste Kieler Führung.

Die Weichen für den Auswärtssieg schienen gestellt - wenn da nicht diese unfassbar schwache Zweikampfführung wäre...

Der für Komenda eingewechselte Schulz verweigert ebenso die Zweikampfführung wie zuvor Komenda und lässt Vertessen einfach passieren. Der zweite eingewechselte Innenverteidiger, Johansson,verweigert darüber hinaus seine Unterstützung und schaut nur zu, wie Vertessen diagonal in den Stafraum einläuft und schließlich ungehindert gegen die Laufrichtung von Weiner vollstreckt.

Doch damit nicht genug. In der Schlussphase sind es dann keine einzelnen Akteure mehr, sondern die halbe Mannschaft Holstein Kiels begleitet den Südkoreaner Jeong dabei, als dieser den Ball über das halbe Feld treibt und schließlich aus 16 Metern trocken abzieht. 

Eine desolate Defensivleistung und hohe Effizienz der Gastgeber drehen die Partie wieder in die komplett andere Richtung. Eine Antwort fanden die Gäste darauf nicht mehr. 



Die Zahlen nach Schlusspfiff:



UNION -  KIEL



Ballbesitz: 41% - 59%

Ballrückeroberungszeit: 13 s  - 8 s

Schüsse: 8 - 10

Schüsse aufs Tor: 5 - 5

xGoals: 2,2 - 5,2

Pässe:  105 - 200

Passgenauigkeit: 81% - 90%

Zweikämpfe: 11 - 20

davon gewonnene: 2 - 8

Fouls: 1 - 0

Abgefangene Bälle: 12 - 15

Abseitsstellungen: 0 - 0

Ecken: 0 - 2





Schlussendlich ist es eine sehr unglückliche Niederlage in der Hauptstadt und eine, die definitiv schmerzt. 

Die Analyse gestaltet sich sehr einfach: Vorne hat Kiel zu viele Hochkaräter vergeben, hinten sind es einzelne Sequenzen, in denen die individuelle Abwehrleistung wieder einmal unterhalb von Kreisliganiveau gelegen hat. 

Ich kann mir diese ständige Zweikampfverweigerung nicht mehr angucken!



Zu guter Letzt bleibt mir nur, meinem Gegenüber zum Heimsieg zu gratulieren. Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg weiterhin!

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