Spielinformation

11. Spieltag
📋Spielverlauf
3'
1:0
Finn Porath
Holstein Kiel
3'
1:0
Finn Porath
Holstein Kiel
12'
1:1
Robert Skov
1. FC Union Berlin
12'
1:1
Robert Skov
1. FC Union Berlin
36'
2:1
Finn Porath
Holstein Kiel
36'
2:1
Finn Porath
Holstein Kiel
40'
2:2
Yorbe Vertessen
1. FC Union Berlin
40'
2:2
Yorbe Vertessen
1. FC Union Berlin
45'
3:2
Steven Skrzybski
Holstein Kiel
45'
3:2
Steven Skrzybski
Holstein Kiel
57'
3:3
Yorbe Vertessen
1. FC Union Berlin
57'
3:3
Yorbe Vertessen
1. FC Union Berlin
65'
3:4
Tim Skarke
1. FC Union Berlin
65'
3:4
Tim Skarke
1. FC Union Berlin
71'
4:4
Benedikt Pichler
Holstein Kiel
71'
4:4
Benedikt Pichler
Holstein Kiel
88'
🟨
Robert Skov
1. FC Union Berlin
88'
Robert Skov
1. FC Union Berlin
🟨
📰Spielberichte & Kommentare
30.01.2025 18:22 Uhr
Diese stets und ständig spektakulären Ergebnisse setzen sich fort und makadad sehnt weiterhin das nächste Update herbei.



Nach 90 Minuten trennen sich die Kieler Sportvereinigung Holstein und der 1. Fußballclub Union Berlin mit 4:4 unentschieden.

Die Gastgeber trauern dabei allerdings zwei verlorenen Punkten nach, denn wahrscheinlich wäre es bislang an keinem anderen Tag "einfacher" gewesen, einen Sieg gegen die Eisernen von Trainer Kiene88 einzufahren. 



Die Gäste aus der Bundeshauptstadt zeigten sich im Verlauf der heutigen Begegnung ungewohnt fehlerbehaftet. Leider waren aber auch die Störche in den wenigen wichtigen Situationen viel zu nachlässig.

Nach der frühen Führung hätte die KSV bereits nachlegen können, doch nach einer Hereingabe auf Pichler gerät dessen Ablage auf den völlig freien Skrzybski viel zu ungenau. 

Kurz darauf rennen die Kieler nach einem eigenen Eckball ins offene Messer. Javorcek geht an der Mittellinie halbherzig in den Zweikampf, Kleine-Bekel befindet sich im Tiefschlaf und schaut nur zu, wie Vertessen in die Tiefe startet, lässt den Angreifer aber ziehen. Timon Weiner eilt aus dem Kasten, legt aber ein ganz mieses Timing an den Tag, sodass Vertessen den Ball nur noch querlegen muss, damit Skov das Spielgerät schließlich ins leere Tor befördern kann - ein vermeidbarer Gegentreffer aus Sicht der Gatsgeber.

Apropos vermeidbar: Die Hausherren drängten sofort auf die erneute Führung, es dauerte jedoch 24 Minuten, ehe sie bei ihren Bemühungen Erfolg vermelden konnten. Das 2:1 gehört dann mindestens ebenso sehr in die Kategorie "Vermeidbar".

Nach einer Balleroberung im eigenen Strafraum will ein Unioner Vergeidiger die Kugel zurück zum eigenen Torhüter spielen, doch Skrzybski antizipiert frühzeitig und fängt den Ball ab. Nach einer Körpertäuschung sieht er den einlaufenden Porath, der seinen persönlichen Doppelpack erzielt. 

Doch wiederum würde die Führung nicht lange Bestand haben, dieses Mal sogar nur weniger als vier Minuten. 

Nach einem leichtfertigen Ballverlust im Mittelfeld verliert Komenda beim anschließenden Steckpass der Gäste seinen Gegenspieler kurz aus den Augen und kommt dadurch schlussendlich beim Abschluss von Vertessen einen Schritt zu spät. Der Stürmer bleibt aus spitzem Winkel eiskalt - 2:2.

Skrzybski hat noch vor Pause eine Antwort und lässt die heimischen Zuschauer ein drittes Mal über eine Führung jubeln. 



Nach 45 Minuten ein paar Zahlen:



54% - 46% Ballbesitz, 6 sek - 11 sek Ballrückeroberungszeit, 99 - 72 Pässe bei 85% - 82% Passgenauigkeit und 5:2 Schüsse bei 2,1 zu 0,6 xGoals



Nach dem Seitenwechsel präsentierten die Berliner sich insgesamt etwas stabiler, erlitten vor allem erkennbar weniger schnelle Ballverluste als noch im ersten Durchgang. 

Dennoch schienen die Hausherren weiterhin das torgefährlichere Team, belohnte sich dafür jedoch nicht. Zweimal stand Steven Skrzybski frei vor Schlussmann Rönnow, brauchte aber so lange für die Abschlüsse, dass der Däne dem Stürmer jeweils den Ball vom Fuß nehmen konnte. 

Nach einer knappen Stunde stand wieder einmal die Passivität der Defensivakteure im Fokus. Trotz eines eigentlich gut geordneten Defensivverbundes Holstein Kiels spielt Union einen Steilpass in den Strafraum. Komenda, der direkt bei Vertessen steht, bleibt einfach stehen und schaut zu, wie der Stürmer den Ball erläuft, sich in aller Ruhe zum Tor aufdreht und Timon Weiner in der langen Ecke überwindet. Dies sind die Szenen, die ich partout nicht verstehen kann. Das ist ein Treffer, der niemals fallen darf. Das ist Arbeitsverweigerung. 

Noch bitterer wird es acht Minuten später. 

Eine Hereingabe von Union wird gefährlich verlängert, Colin Kleine-Bekel gewinnt diesmal den entscheidenden Zweikampf und kann die Situation allem Anschein nach bereinigen. Die Kugel rollt Kapitän Becker vor die Füße, der es aber versäumt, das Ding wegzuschlagen. Skarke setzt nach, die Kugel trudelt Richtung Torlinie, der Torwart rennt hinterher und erwischt den Ball noch vor der Torlinie, faustet ihn dann aber an den eigenen Torinnenpfosten. Von dort rollt der Ball zum 3:4 über die Linie. 

Ein absolut skurriles Eier-Tor bringt die Gäste erstmals in dieser Partie in Front. 

Auch mit der Führung im Rücken blieben die Eisernen allerdings anfällig, nur sechs Minuten später überspielt ein flacher vertikaler Pass die Abwehrkette und Pichler netzt unbedrängt zum 4:4.

Am Ende teilen sich also beide Teams die Punkte, Union Berlin dürfte mit dem Remis heute aber zufriedener sein als Holstein Kiel. 

Viel zu simple Gegentore hinten, dazu eine brutale Effizienz der Gäste, die die Störche ihrerseits in der Chancenverwertung nicht auf dasselbe Niveau zu hieven in der Lage waren. 



Die Statistik nach Schlusspfiff:



HOLSTEIN KIEL - UNION BERLIN 



Ballbesitz: 52% - 48%

Ballrückeroberungszeit: 10 s - 13 s

Schüsse: 8 - 5

Schüsse aufs Tor: 6 - 4

xGoals: 2,9 - 1,5

Pässe: 181 - 134

Passgenauigkeit: 88% - 87%

Zweikämpfe: 30 - 39

Davon gewonnene: 9 - 4

Fouls: 1 - 2

Abgefangene Bälle: 15 - 16

Abseitsstellungen: 0 - 1

Ecken: 2 - 0



Ich wünsche meinem Gegenüber weiterhin viel Erfolg. 

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